Wenn der Morgen wieder kälter wird.
Vor zwei Wochen, es war Anfang August, war er plötzlich da. Dieser eine Morgen im Jahr, an dem sich alles verändert. Ich kam in den Stall und die Luft roch einfach anders. Irgendwie feucht, angenehm kühl, ein Hauch von Spätsommer und selbst der Nebel auf der Koppel fehlte nicht. Die Pferde stehen mit leicht aufgeplustertem Fell da, und ich merke: Der Sommer geht ganz langsam, und die kühle Jahreszeit steht in den Startlöchern. Ich liebe ja tatsächlich sehr diese besondere Zeit des Wechsels. Auch wenn es bedeutet, wieder mehr im Stall an täglichen Arbeiten zu erledigen und die Pferde wieder mit individuellen Mineralien und Spurenelementen zu unterstützen.
Für uns Menschen ist das der Moment, in dem wir schon einmal nach dickeren Jacken ausschau halten. Für das Pferd beginnt eine Phase, die dem Körper einiges abverlangt. Der Organismus stellt auf Kälte um, das Fell wechselt, und das Immunsystem hat mehr zu tun als im Hochsommer. Genau in diesen ersten Übergangswochen lohnt es sich, genauer hinzuschauen, wie wir unsere Pferde durch diese Zeit begleiten. Denn vieles, was das Immunsystem entlastet, entscheidet sich weniger im Futtertrog als vielmehr dort, wo das Pferd den größten Teil seines Tages verbringt: im Stall.
Was der Jahreszeitenwechsel dem Pferd abverlangt
Der Fellwechsel im Herbst ist eine echte Höchstleistung. Das Sommerfell fällt aus, das dichtere Winterfell wächst nach, und dieser Umbau kostet ordentlich Energie. Der Stoffwechsel läuft also absolut auf Hochtouren, der Körper braucht in dieser Zeit mehr Nährstoffe, mehr Ruhe und ein Umfeld, das ihn nicht zusätzlich belastet.
Parallel dazu verändert sich das Wetter oft schneller, als einem lieb ist. Warme Mittage, kalte Nächte, feuchte Böden und später auch weniger Bewegung an der frischen Luft, weil die Koppelzeiten kürzer werden. Das Immunsystem muss all diese Reize abfedern. Ein Pferd, das gut versorgt ist, sich wohlfühlt und in einem gesunden Stallklima lebt, hat dafür eine spürbar bessere Ausgangslage als ein Pferd, das nebenbei noch gegen schlechte Luft ankämpft.
Und hier kommen wir zu einem Punkt, der im Stallalltag oft unterschätzt wird.

Warum die Stallluft mitentscheidet
Stell dir vor, du müsstest den ganzen Tag in einem Raum verbringen, in dem es nach Ammoniak riecht. Nach ein paar Minuten brennen die Augen, die Nase läuft, und du willst nur noch raus. Ein Pferd hat diese Wahl nicht. Es steht in seiner Box, atmet die Luft, die dort herrscht, und kann sich nicht einfach eine bessere suchen.
Ein schlecht riechender Stall ist kein kosmetisches Problem. Wenn Urin und Feuchtigkeit in der Einstreu nicht gebunden werden, entsteht Ammoniak, und der reizt die empfindlichen Atemwege des Pferdes dauerhaft. Kommen dann noch Feinstaub und Feuchtigkeit dazu, hat das Immunsystem gleich an mehreren Fronten zu tun. Es kämpft gegen Reize, die es gar nicht geben müsste, und genau diese Energie fehlt dann an anderer Stelle.
Eine hygienische Einstreu setzt hier an. STROY® Einstreu bindet Feuchtigkeit zuverlässig und leitet sie in die unteren Schichten ab, sodass die Oberfläche länger trocken bleibt und weniger Ammoniak entsteht. Die Luft im Stall bleibt sauberer, der Geruch angenehmer, und das Pferd atmet ein Klima, das ihm die Umstellung auf die kalte Jahreszeit erleichtert statt erschwert. Das ist keine Nebensache. Ein gesundes Stallklima ist die Grundlage, auf der alles andere aufbaut.
Für Stallbetreiber ist das auch aus einem zweiten Grund wichtig. Ein Stall, der sauber riecht und in dem die Pferde entspannt stehen, führt zu zufriedeneren Einstallern und weniger Nachfragen. Wer beim Ausmisten weniger gegen nasse, riechende Ecken ankämpfen muss, spart Zeit und Nerven, gerade in den Monaten, in denen die Pferde ohnehin mehr Zeit drinnen verbringen.
Abkratzbereiche an Stallzugängen anlegen.
Wer den Übergang zwischen Paddock und Stall mit einer stabilen, saugfähigen Unterlage sichert, bringt weniger Schlamm in die Box. Das klingt unspektakulär, macht sich aber über den Winter in erheblich weniger Putzarbeit und saubererer Einstreu bemerkbar.
Alte Pferde im Fellwechsel
Ältere Pferde sind eine eigene Geschichte, und für viele von uns sind sie die wichtigste Geschichte überhaupt. Das Pferd, das seit zwanzig Jahren dabei ist, das einen durch alle Lebensphasen begleitet hat, gibt man nicht auf, nur weil es älter wird. Man passt sich an und wächst mir seinen Aufgaben.
Im Fellwechsel zeigt sich das Alter besonders deutlich. Der Stoffwechsel arbeitet langsamer, und der Körper kann Mineralien und Spurenelemente nicht mehr so gut aufnehmen und verwerten wie in jungen Jahren. Genau in der Phase, in der der Organismus für den Fellwechsel eigentlich mehr davon bräuchte, fällt ihm die Versorgung schwerer. Das kann sich in einem stumpferen Fell zeigen, in einem längeren, mühsameren Fellwechsel oder darin, dass das Pferd insgesamt schlechter durch den Herbst kommt.
Hier lohnt sich der Blick auf die gesamte Versorgung, gemeinsam mit dem Tierarzt, Tierheilpraktiker oder einem Fütterungsberater. Und es lohnt sich der Blick auf etwas, das gerade bei alten Pferden häufig übersehen wird: das Liegen.
Ein Pferd, das sich nicht mehr richtig hinlegt, bekommt keinen echte Tiefschlafphasen. Regeneration braucht aber genau diese Phasen, in denen das Pferd flach liegt und wirklich zur Ruhe kommt. Wenn ein älteres Pferd Schmerzen beim Aufstehen hat oder unsicher wird, weil der Untergrund nachgibt oder rutscht, dann legt es sich mit der Zeit immer seltener hin. Es döst nur noch im Stehen. Und ein Körper, der nicht ausreichend regeneriert, hat es schwerer, ein stabiles Immunsystem aufrechtzuerhalten, gerade in der Übergangszeit.

Der Tipp unserer Tierheilpraktikerin für ältere Pferde
Unsere Tierheilpraktikerin bringt es aus ihrer Praxis auf einen einfachen Punkt: Bei älteren Pferden macht die richtige Einstreu einen Unterschied, den man dem Pferd ansieht. Ihre Empfehlung sind STROY® Miscanthus Pellets und die STROY® Waldboden Einstreu.
Der Grund liegt in der Beschaffenheit der Matte. Beide Materialien bilden eine Liegefläche, die stabil und gleichzeitig elastisch ist. Sie gibt dort nach, wo das Pferd Komfort braucht, und bleibt dort fest, wo es Halt braucht. Für ein junges Pferd ist das angenehm. Für ein altes Pferd kann es der Unterschied sein zwischen „ich trau mich nicht mehr" und „ich leg mich hin".
Die Miscanthus Pellets werden vor dem Einsatz gewässert und bilden dann eine weiche, gleichmäßige Matte mit gutem Liegekomfort und stabiler Oberfläche. Die Waldbodeneinstreu aus aufbereiteter Kiefer bringt von Natur aus eine elastische, tragfähige Struktur mit, die Druck gleichmäßig verteilt. Beides sorgt dafür, dass das Pferd sicheren Halt hat, wenn es sich hinlegt und wenn es wieder aufsteht.
Und genau das beobachtet unsere Tierheilpraktikerin immer wieder: Ältere Pferde, die auf einer stabilen, elastischen Matte stehen, kommen leichter wieder hoch. Sie legen sich in der Folge häufiger hin, weil sie keine Angst mehr vor dem Aufstehen haben. Sie trauen sich wieder. Mehr Liegezeit bedeutet mehr echten Schlaf, und mehr Schlaf bedeutet bessere Regeneration, was einem Körper, der ohnehin gegen Fellwechsel und Kälte arbeitet, spürbar hilft.
Was du im Alltag konkret tun kannst
Ein gutes Stallklima im Herbst stellt sich nicht von allein ein. Es ist das Ergebnis von ein paar Handgriffen, die zusammenwirken. Diese Punkte lohnen sich in der Übergangszeit besonders:
- Für Trockenheit sorgen. Eine Einstreu, die Feuchtigkeit gut bindet, hält die Oberfläche trocken und den Ammoniakgeruch niedrig.
- Auf gute Lüftung achten. Frische Luft ohne Zugluft ist gerade im Winter Gold wert. Ein Pferd verträgt Kälte gut, feuchte und abgestandene Stallluft dagegen weniger.
- Heu auf Staub prüfen. Das Heu ist eine der größten Staubquellen im Stall. Wer bei empfindlichen Pferden das Heu leicht anfeuchtet, senkt die Belastung der Atemwege zusätzlich.
- Die Liegefläche im Blick behalten. Besonders bei älteren Pferden lohnt der prüfende Blick, ob die Matte noch genug Struktur und Elastizität hat oder ob es Zeit zum Nachstreuen ist.
- Die Versorgung besprechen. Beim älteren Pferd im Fellwechsel ist es sinnvoll, die Mineralstoff- und Spurenelementversorgung gemeinsam mit dem Tierarzt, Tierheilpraktiker oder Fütterungsberater anzuschauen.
- Raufutter. Am besten jetzt schon genau prüfen, ob das Pferd zusätzlich z.B. Heucops benötigt um ausreichend Raufutter als Hauptenergiequelle zur Verfügung zu haben.
Fazit: Was am Ende zählt
Ein starkes Immunsystem entsteht nicht über Nacht und nicht aus einem einzelnen Produkt. Es entsteht aus dem Zusammenspiel vieler kleiner Dinge: gute Versorgung, ausreichend Bewegung, Ruhe zur Regeneration und ein Stall, in dem die Luft sauber ist und das Pferd sich zuhause fühlt.
Die Einstreu ist dabei ein Baustein, den man leicht in der Hand hat. Sie sorgt jeden Tag dafür, wie die Luft im Stall riecht, wie trocken die Box bleibt und wie gut sich das Pferd hinlegen und wieder aufstehen kann. Gerade beim Übergang in die kühle Jahreszeit, wenn der Körper ohnehin viel zu leisten hat, ist das ein Beitrag, der zählt. Für das junge Sportpferd genauso wie für den alten Freund, der einfach nur gut durch den Winter kommen soll.
Wenn du unsicher bist, welche Einstreu zu deinem Pferd und deiner Haltungssituation passt, oder wie viel du für deine Box brauchst, melde dich gerne. Wir helfen gerne weiter, von Pferdemenschen für Pferdemenschen.
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