So unterstützt du deinen Stall
und deine Einstreu bei Hitze.
Wenn die Temperaturen steigen und Tage oder sogar Wochen ohne Regen vergehen, verändert sich der Stall. Die Luft flimmert schon am Morgen, das Wasser aus dem Trog wird schnell warm und wer die Box ausmistet, kennt das unangenehme Gefühl: Staub. Überall. In der Nase, auf dem Hemd, in den Augen des Pferdes.
Das ist kein Qualitätsproblem deiner Einstreu. Das ist Physik!
Was der Sommer mit deiner Einstreu macht
Hitze und Trockenheit entziehen jeder organischen Einstreu Feuchtigkeit. Stroh, Granulat, Pellets – egal welches Material du verwendest, ohne ausreichend Feuchtigkeit verliert die Einstreu ihre Bindekraft. Die feinen Fasern trocknen aus, werden leicht und können bei jeder Bewegung des Pferdes aufgewirbelt werden. Was dann in der Stallluft schwebt, landet in den Atemwegen, also beim Pferd und bei dir.
Empfindliche Pferde reagieren im Sommer oft mit gereizten Augen oder vermehrtem Husten, obwohl sich an der Einstreu selbst nichts verändert hat. Der Auslöser ist der Feuchtigkeitsverlust. Die Lösung ist deshalb auch gar nicht kompliziert.

Ein Blick in den Wald hilft
Stell dir einen Waldweg vor, mitten im Hochsommer, nach vier Wochen ohne nennenswerten Regen. Der Boden, der im Frühjahr noch weich und duftend war, ist jetzt hart und rissig. Beim Gehen wirbelt feiner Staub auf. Der Humus, der sonst alles zusammenhält, hat keine Feuchtigkeit mehr und knirscht sogar.
Dann kommt der erste Regen. Und innerhalb von Stunden ist der Waldweg wieder das, was er immer war: trittsicher, weich, staublos, duftend. Der Boden nimmt das Wasser auf, die Fasern und das organische Material quellen leicht auf, und der Staub ist gebunden.
Deine Einstreu funktioniert nach demselben Prinzip.
Die Fasern in STROY® Pellets, im Granulat und auch das Substrat im Waldboden sind natürliche Strukturen mit einer außergewöhnlich hohen Aufnahmefähigkeit. Sie sind darauf ausgelegt, Feuchtigkeit zu speichern und zu halten. Im Sommer gibt ihnen die Hitze diese Feuchtigkeit wieder ab, und sie brauchen Nachschub – genau wie der echte Waldboden.
Wässern: Das trauen sich die wenigsten ...
... dabei ist es ganz einfach. ist die Grundlage der Hitzegesundheit.
Das zentrale Problem: Wenn wir mit Pferdemenschen über Sommerstaub sprechen, hören wir immer wieder denselben Satz: „Ich trau mich nicht, die Einstreu nass zu machen. Dann wird das doch alles matschig."
Das stimmt so nicht. Der Unterschied liegt in der Menge.
Es geht nicht darum, die Box unter Wasser zu setzen. Es geht um gezieltes, Wässern der Einstreuoberfläche. Die Oberfläche soll leicht feucht, aber auf keinen Fall völlig durchnässt werden.
Bei STROY® Miscanthus und Stroh Pellets ist das Wässern ohnehin bereits Teil der normalen Anwendung. Die Pellets werden beim ersten Einstreuen bewässert, damit sie aufquellen und eine weiche Matte bilden. Dieser gleiche Mechanismus hilft dir auch im Sommer: Wenn du die bestehende Einstreumatte an der Oberfläche leicht anfeuchttest, aktivierst du die Fasern erneut, die Feuchtigkeit wird gebunden, der Staub legt sich.
Richtwert für das Nachfeuchten im Sommer: ein bis zwei Gießkanne (etwa 8 bis 16 Liter) auf eine Boxenfläche von 12 m² genügt in der Regel, um die Oberfläche zu beruhigen. Du kannst das morgens vor dem Ausmisten oder abends vor dem Einstallen machen – je nachdem, wann dein Pferd mehr Staub aufwirbelt.

Was du außerdem tun kannst
Wässern ist der wirksamste Hebel, aber es gibt noch mehr, was du im Sommer für ein staubarmes Stallklima tun kannst.
- Lüftung verbessern. Gerade in der Mittagshitze staut sich Staub in schlecht belüfteten Ställen. Stallgassen und Boxen brauchen Luftzug, ohne dass dein Pferd im Zug steht. Türen und Fenster auf der richtigen Seite öffnen macht einen echten Unterschied.
- Heu etwas anfeuchten. Heufütterung ist eine der größten Staubquellen im Stall, vor allem bei trockenem Sommer-Heu. Etwas Wasser über das Heu gießen oder Heu kurz einweichen reduziert die Staubbelastung erheblich.
- Gasse regelmäßig ausfegen und leicht besprühen. Stallgassen sammeln Staub. Ein kurzes Absprühen vor dem Ausmisten verhindert, dass er aufgewirbelt wird.
- Einstreumenge im Sommer prüfen. Wenn die bestehende Matte durch Hitze und Nutzung sehr dünn geworden ist, verliert sie ihre dämpfende und staubbindende Wirkung. Ein Nachstreuen mit frischer Ein-STROY®, direkt bewässert, bringt die Matte schnell wieder in Form.
Warum Miscanthus im Sommer besonders gut funktioniert
STROY® Miscanthus Pellets bestehen zu 100 % aus den Fasern der Miscanthus-Pflanze, auch bekannt als Elefantengras. Die Faserstruktur ermöglicht eine Flüssigkeitsbindung von bis zu 450 %. Das bedeutet: Die Fasern können Feuchtigkeit aufnehmen und halten, auch wenn die Luft trocken ist.
Durch die thermische Behandlung und Entstaubung im Herstellungsprozess sind die Pellets von Anfang an staubarm. Wenn du sie im Sommer zusätzlich anfeuchttest, bleibt diese Eigenschaft auch bei Hitze erhalten. Die Matte bleibt stabil, die Oberfläche gebunden, die Luft sauber.
Für Pferde, die zu Atemwegsproblemen neigen oder empfindlich reagieren, ist das im Sommer keine Kleinigkeit, sondern echte Fürsorge.
Fazit
Der Sommer braucht etwas mehr Aufmerksamkeit und das lohnt sich
Ein staubarmer Stall ist das Ergebnis von ein bisschen Aufmerksamkeit und einem einfachen Handgriff, den viele noch nicht kennen. Wer seine Einstreu gezielt Wässert, gibt ihr das zurück, was die Hitze entzogen hat und sorgt dafür, dass das Pferd auch im Hochsommer frische statt Staub einatmen kann.
Der Waldboden macht es vor. Deine Einstreu kann es genauso.
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Auf geht´s durch einen wundervollen Sommer mit deinem Pferd.
Wichtiger Hinweis!
Bitte beachte, dass der Artikel die Arbeit eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers nicht ersetzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden suche bitte einen solchen auf. Theoretisches Wissen ist eine gute Ergänzung, bestehende Behandlungen oder Medikationen sollte aber dennoch weitergeführt werden.